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Die Geschichte der Region

 

Den Legenden nach ist der Pilion Heimat der Zentauren, jener geheimnisvollen Wesen, von denen es heißt, sie seien halb Mensch, halb Pferd gewesen. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Chiron, Zentaur und Lehrer, ein weises, vernunftbegabtes Wesen.

Besser noch als die Zentauren ist aber wohl allgemein der Mythos über die Fahrt der Argonauten bekannt, die von hier aus in See gestochen sein sollen. Ihr Schiff wurde durch Ruder angetrieben, das erste seiner Art, „Argo“ mit Namen. Die Argo wurde hier, auf dem Pilion, gebaut. Während des Byzantinischen Reiches und auch später, in den Jahren der Okkupation und während der Frankenzeit, versuchten die unterschiedlichsten ethnischen Gruppen, die Region zu erobern, aber es gelang keiner von ihnen, hier dauerhaft ihre Herrschaft zu etablieren. Im Jahre 1423 wurde der Pilion von den Türken erobert, die den Bergdörfern ein gewisses Maß an Autonomie zugestanden. Dadurch fühlten sich viele Menschen aus anderen Gebieten des besetzten Landes angezogen, die in der Folge für die wirtschaftliche Entwicklung der Region eine wichtige Rolle spielen sollten.

Trotz der Privilegien, die ihnen von den Türken gewährt wurden, zögerten die Bewohner des Pilion nicht, sich an der Revolution zu beteiligen, als die Zeit für den Aufstand gegen die Besatzung gekommen war. Am 7. Mai 1821 entfachte Anthimos Gazis, Priester und Gelehrter aus Milies, in seinem Dorf die Flamme der Revolution. Gazis hatte seit 1814 in Milies zusammen mit seinem Landsmann, dem Gelehrten Grigoris Konstantas, die berühmte Schule mit dem Namen „Psichis Akos“ (Pflege der Seele) unterhalten.

Auch heute noch bewahrt die Bibliothek von Milies zusammen mit anderem historischem Material einen bedeutenden Teil der ursprünglich fast 10.000 seltene Bücher umfassenden Bibliothek dieser Schule auf. Menschen aus dem Pilion,  Menschen mit Geist und der Fähigkeit, sich zu begeistern, haben es über die Jahrhunderte hinweg immer wieder geschafft, viele der alten Sitten zu pflegen und zu erhalten, die den hohen kulturellen Stand der Region wiederspiegeln. In den alten Zeremonien, mit denen Verlobungen, Hochzeiten, Taufen und andere christliche Feste gefeiert wurden, leben zahlreiche Sitten und Bräuche weiter, von denen wir einige hier beschreiben möchten.

Während der althergebrachten Festlichkeiten zu Weihnachten und Neujahr werden traditionelle Lieder gesungen, aber nicht nur dann: besonders erwähnenswert sind auch die Lieder, die jedes Jahr am Abend des Festes der Heiligen Drei Könige von den männlichen Erwachsenen eines Dorfes vorgetragen werden. Dieser Brauch ist noch sehr lebendig, besonders in Pinakates und Kala Nera.

Eine weitere beliebte und geachtete Sitte sind die kleinen  „Lazarines“, am Tag des Heiligen Lazarus, sowie die Vorbereitung und Ausschmückung des Epitaphs am Dienstag der Karwoche, die Prozession mit dem Epitaph durch die Straßen am Abend des Karfreitag und schließlich die Festlichkeiten, die mit der Auferstehung Christi um Mitternacht in der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag einhergehen, begleitet von Feuerwerk, Essen und Trinken.

Während der Sommermonate finden in der Gemeinde Milies eine ganze Reihe von Festen statt, bei denen die örtliche Bevölkerung nicht nur den Geist des jeweiligen Schutzheiligen ihrer Gegend feiert, sondern auch den... Geist des Weines.
In Kala Nera ist der Tag von Mariä Himmelfahrt immer ein großes Ereignis. Am Vorabend findet eine Prozession mit dem Bildnis der Muttergottes statt,  begleitet von einem Orchester und vielen, vielen Dorfbewohnern, die der Prozession folgen. Einen weiteren interessanten Brauch hat man in Portaria wieder aufleben lassen. Dort führt man jedes Jahr traditionelle Hochzeitsrituale auf und zwar komplett, in alle ihren Phasen (die Rasur des Bräutigams etc)

 

 

Association Meeting

Am 2010.09.25 wurde ein regelmäßiges Treffen der Vereinigung, um den Datensatz des Sommers zu diskutieren.

20/09/2010 08:52
Beach Party

Beach Party in Kala Nera

20/09/2010 08:45